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9. Januar 2017

Der nahe Osten am Abgrund – Die syrische Tragödie als Paradigma einer gescheiterten Region

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Udo Steinbach

Udo Steinbach
(Foto: Pierre Matgé)

Die Luxembourg School of Religion & Society hatte zu einem Vortrag mit Diskussion mit Prof. Dr. Udo Steinbach am Dienstag, dem 7. Februar 2017 um 20.00 Uhr im Haus der Franziskanerinnen (50, av. Gaston Diderich / L-1420 Luxemburg) eingeladen. Thema des Abends: „Der nahe Osten am Abgrund – Die syrische Tragödie als Paradigma einer gescheiterten Region“.

Bilder und Berichte aus dem syrischen Bürgerkrieg erreichen uns täglich und bedrücken uns. Bevor man sich die Frage stellen kann, was man denn für die leidenden Menschen wirklich tun könne, muss man sich darüber im klaren werden, worum es in diesem Konflikt wirklich geht.

Der anerkannte Islamwissenschaftler Prof. Dr. Udo Steinbach hat in seinem Vortrag und in einer anschließenden Diskussion den Bürgerkrieg in Syrien im Kontext der Geschichte und der Gegenwart der ganzen Region analysiert. Er hat auch die Frage gestellt, was die Wahl von Donald Trump für die US-amerikanische Nahost-Politik bedeuten kann.

Einführung: Prof. Gerhard Beestermöller, LSRS
Moderation: Pierre Leyers, Luxemburger Wort
Eintritt: 8 €

Zur Person

Udo Steinbach (geb. am 30. Mai 1943 in Pethau, Zittau) ist ein deutscher Islamwissenschaftler. Er leitete von 1976 bis 2007 das Deutsche Orient-Institut.

1965 bis 1970 absolvierte Steinbach ein Studium der Islamwissenschaft sowie der Klassischen Philologie an den Universitäten Freiburg im Breisgau und Basel. 1970 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Von 1971 bis 1975 war er Leiter des Nahostreferats bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Schäftlarn an der Isar, einem Forschungsinstitut der Bundesregierung (heute in Berlin).

1975 leitete Steinbach die türkische Redaktion der Deutschen Welle. Von 1976 bis Februar 2007 war er Direktor des Deutschen Orient-Instituts (German Institute of Global and Area Studies, GIGA). Seit 1991 ist er außerdem Honorarprofessor an der Universität Hamburg.

Ab Februar 2007 war er Gründungsdirektor des GIGA Instituts für Nahoststudien (Institute of Middle East Studies, IMES). Das IMES ist das einzige nicht-universitäre Forschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland, das sich mit wirtschaftlichen, politischen und sozialen Problemen des modernen Nahen und Mittleren Ostens befasst. Zum 1. Januar 2008 wurde Steinbach auf eigenen Wunsch fünf Monate vor Erreichen der Altersgrenze pensioniert. 2007 gehörte er zu den Hauptbetroffenen eines Streits um das von ihm über drei Jahrzehnte geleitete Deutsche Orient-Institut und dessen Bibliothek: Auf Betreiben des Trägervereins wurden beide Institutionen von Hamburg nach Berlin verlegt, während die Mitarbeiter des Instituts vom IMES übernommen wurden.

Von 2008 bis 2010 lehrte er am Zentrum für Nah- und Mitteloststudien der Philipps-Universität Marburg. Er ist Mitbegründer der Deutschen Ar-beitsgemeinschaft Vorderer Orient für gegenwartsbezogene Forschung und Dokumentation (DAVO) und war viele Jahre ihr Vorsitzender. Im Jahr 2009 wurde das Governance Center Middle East/North Africa an der Humboldt-Viadrina School of Governance in Berlin, unter Leitung von Udo Steinbach gegründet. Steinbach ist Mitglied des Stiftungskuratoriums der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung im Weiterbildungszentrum Ingelheim.

Einladung zum Vortrag von Prof. Steinbach
PDF 1.2 MB, 22. Dezember 2016
 
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