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Geborgen und unbehaust – Wie begegnen Religionen der Sehnsucht nach Heimat?
Lebens- und Glaubenstage – Programmübersicht
Die Sehnsucht nach Heimat gehört existentiell zum menschlichen Leben. Sie ist akut in der europäischen „Migrationsfrage“: Menschen legen Tausende von Kilometern zurück, um in Europa eine Heimat zu finden. Und nicht wenige Europäer fürchten durch die Flüchtlinge um den „Verlust“ der eigenen Heimat.
Für den Philosophen Alfred North Whitehead ist der Mensch ein grundlegend heimatloses Wesen. Er ist prinzipiell einsam und vereinzelt. Religion bildet für ihn ein machtvolles Potential, um diesen Zustand der Heimatlosigkeit zu überwinden. Das ist z. B. sichtbar bei den Migranten, die beinahe alles hinter sich gelassen haben und sich deshalb in der „Fremde“ besonders an ihrer Religion festhalten.
Heimat als Ort, wo jeder Mensch sich in seiner Haut und in vertrauter Umgebung zu Hause fühlen und menschenwürdig leben kann, wirft nach den vorausgehenden Überlegungen die aktuelle Frage auf, inwiefern Religionen eine Antwort auf die urmenschliche Sehnsucht nach Heimat geben können.
An 5 Abenden werden Referenten aus dem Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und der Bahai-Religion auf diese Frage eingehen und ihre Antworten zur Diskussion stellen. Am 6. Abend wird abschließend der Philosoph Hubert Hausemer einen letzten allgemeinen Blick auf das Potential von Religionen werfen, Menschen in ihrer Sehnsucht nach Heimat aufzufangen.
- 16.01.2020, 19h30: Rabbiner Alexander Grodensky: Was ist „Heimat“? – Ein Rabbiner denkt laut nach (im Centre Jean XXIII)
- 10.02.2020, 19h30: Dr. Rabie Fares: Exil: Eine existentielle Erfahrung und eine spirituelle Suche im Islam (im Centre Jean XXIII)
- 25.02.2020, 19h30: Dr. Dylan Esler: „Sein Zuhause verlassen” – Loslösung im Buddhismus: Ideal, Lebensweg und innere Haltung (im Centre Jean XXIII)
- 05.03.2020, 19h30: Dr. Farah Dustdar: Wie kann die Erde Heimat werden für alle? – Der Beitrag der Baha’i-Religion zu einer brennenden Frage (im Baha’i Centre, 17, allée Léopold Goebel, L-1635 Luxembourg)
- 17.03.2020, 19h30: Christiane Kremer-Hoffmann: Kirchenräume: Von der Sehnsucht nach „geheiligten Räumen“ (in der Kirche Saint-Jean-du-Grund, rue Münster, L-2261 Luxembourg)
- 01.04.2020, 19h30: Hubert Hausemer: Das ambivalente Verhältnis zwischen Religion und Heimat (im Centre Jean XXIII)
Eintritt: 8 €
Organisation
Luxembourg School of Religion & Society
ErwuesseBildung asbl
Shoura: Assemblée de la Communauté Musulmane du Grand-Duché de Luxembourg
Communauté Juive Libérale du Luxembourg
Communauté des Bahá’ís de Luxembourg
Por Lëtzebuerg Notre-Dame
- Vorträge
- Liewens- a Glawensdeeg 2016 : Fremde und Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft
- Wo Himmel und Erde sich berühren . Ciel et terre se rencontrent
- Jubilé diocésain 2020 : 150 ans diocèse de Luxembourg
- Journées de la vie et de la foi 2018 : Religions du monde et le défi écologique
- DEIN Blick ruht auf mir – eine Christusikone entsteht
- Beschauliche Ruhe im Auge des Welt-Zyklons
- Le rapport ambivalent entre la religion et la patrie
- REPORTÉ Les églises : de la nostalgie des « espaces sacrés »
- « Quitter son foyer » – Le détachement dans le bouddhisme : entre idéal, chemin de vie et attitude intérieure
- Wie kann die Erde Heimat werden für alle?
- Das ambivalente Verhältnis zwischen Religion und Heimat

