Wenn Spiritualität die Gestaltung der gegenseitigen Beziehungen von „Gott“, „Welt“ und „Ich“ ist, dann erscheint Literatur eine ihrer vornehmsten Ausdrucksformen. Und auch umgekehrt birgt das Literarische immer eine religiöse Dimension. Berührungsängste und Abgrenzungen gehen also völlig fehl und beschneiden die Potenziale.
Jean Ehret, Jahrgang 1967, ist Professor für Theologie und Spiritualität sowie der Gründungsdirektor der Luxembourg School of Religion & Society. Er ist Mitglied der Section des Sciences Morales et Politiques des Institut grand-ducal und Vize-Dekan der Klasse VII: Weltreligionen der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Zudem ist er Bischofsvikar „for Academic Affairs“ von Kardinal Hollerich in der Erzdiözese Luxemburg. Bei Herder erschien kürzlich Mouez Khalfaoui & Jean Ehret, Islamische Theologie in Deutschland. Ein Modell für die Welt, wo Ehret Theologie als Faktor der Spiritualität reflektiert.
Bibliographische Angaben
Jean Ehret, „Leben aus dem Überschuss“, in Herder Korrespondenz Spezial: Fromm und frei? Spiritualität heute, Oktober 2021, S. 60-62.